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      Institut für Erforschung und Anwendung der Paneurhythmie



ANMERKUNGEN ZUR BIOGRAPHIE

Peter Konstantinov Danov ist am 11. Juli (29. Juni Altstil, St. Peter Namestag) 1864 im Dorf Hadartscha , heutzutage Nikolaevka, Bezirk Varna, geboren. Er ist das dritte Kind von Konstantin Danovski und Dobra Georgieva. Der Vater seiner Mutter, sein Großvater, ist Hadzhi Atanas Georgiev ist ein bdeutender Funktionär der Renaissance, der sich für Unabhängigkeit der Kirche kämpfte. Viele Jahre lang war er Bürgermeister des Dorfes und vertreter der Varna-Gemeinde zu den Voklsfragen in Tzarigrad. Peter Danovs Vater ist der erste Lehrer und Priester in Varna. (1)
Peter Danov lernt zuerst an der Grundschule in Hadartscha, dann an dem Fünftklassischen Männlichen Gymnasium in Varna. Inzwischen erkämpft Bulgarien seine Freiheit im Jahre 1878. 1886 absolviert das Amerikanische Theologische Kollege in Svischtov, danach arbeitet er als Lehrer im Dorf Hotantza, Bezirk Rousse.
1888 reist er nach Amerika ab, um an dem Theologischen Priesterseminar Drew in der Stadt Madisson, New Jersey zu studieren. Nach dem Absolvieren des Priesterseminars beginnt er Vorlesungen in Weltliteratur und allgemeiner Geschichte zu besuchen. Er hat dort 5 Lehrer, die in den theologischen Kreisen als „Die große Fünf“.
Sie sind bedeutende Geistlichen, Wissenschaftler und Verehrer der Natur. 1888 wird die Akademische Bibliothek eröffnet. Die Bibliothek des Priesterseminars ist so gebaut, dass sie den letzten Anforderungen für wissenschaftliche Arbeit entpsricht. In der Bibliothek bewahrt man über 40000 Bande und 8 mittelalterliche Manuskripte. Das Priesterseminar befindet sich in dem Wald „Drew“.
Peter Danov begeistert sich von den Ideen seines Professors Miley, dass das Wissen und die Wissenschaft entfernen den Christen von seinem Glauben nicht, weil das Wissen und die Wissenschaft ein Teil der Göttlichen Vorsehung sind. Danov erwirbt ein Diplom im Mai 1892.
Am Ende Oktober 1892 schreibt er sich in die Theologische Fakultät der Bostoner Universität. Das ist die angesehenste Fakultät in der amerikanischen Stadt mit dem am stärksten ausgedruckten englischen Charakter. Zu jener Zet war die Stadt auch die wohlgeordnete Stadt der VSA. Danov kommt in die Stadt an, als es in dem aristokratischem Viertel der Stadt, dem Beakon Hill, das neue moderne Gebäude des Theologischen Instituts eröffnet wurde.
Die Studenten haben Recht auf einen kostenslosen Zutritt zur Institutsbibliothek, zu der Raritätssammlung von James Latimor, zu der öffentlichen theologischen Bibliothek von 20000 Bänden und zur Bostoner öffentlichen Bibliothek.
„Die Bibliothek ist die größte in diesem Staat mit ihren über halbe Million Bändern und über 400 periodischen Ausgaben aus den VSA und Europa. Unterrichtsmethode ist die Sokratische Methode – mündliches Lehren mit optimaler unmittelbaren Teilnahme der Studenten. Es gibt auch Bücher, Lehrbücher und von den Lehrern selbst geschriebene Lektionen, aber das Wichtigste ist, der Lehrer den Studenten zu „drehen“ in dem Rhythmus seines Gehirns, bevor er ihm weiter gehen zu lassen. Die Studenten sind mit Debaten, mit Haltung von Vorlesungen, mit Diskussionen oder mit Dialogen beschäftigt“ (2, S. 268-270).
Peter Danov schreibt eine wissenschaftliche Dissertation unter dem Titel „Die Migration der germanischen Stämme und die Annahme von ihnen vom Christentum“ beu dem Professor in praktischer Theologie Luther Taunsend. Er absolviert am 4. Juni 1894.
Den begabten Studenten wird eine Möglichkeit vorgeschlagen, einen zusätzlichen kostenlosen Kurs über Medizin oder Musik zu besuchen. Danov schreibt Medizin ein und beginnt an der Medizinischen Fakultät der Bostoner Universität 1893-1894 zu studieren.
Das sind einige von den interssantesten Jahren in dem intellektuellen Leben Bostons, an der Jahrhundertwende und an der Grenze mit den modernen Zeiten. Peter Danov kommt in Berührung mit der Philosophie des Personalismus, mit dem Transzedentalismus von Toro, mit der Dichtung von Emmerson, mit den Protesten von Hotorn gegen die Dogmatik der Kirche mit dem Allkots Schutz der Rechte der Frauen, mit dem Schutz des „Natürlichen in dem Menschen“ Withmans, mit dem Spiritualismus, mit der theosophischen Lehre, mit der Astrologie, mit der schon begonnenen Diskussion über die Stellung Russlands, ihre Beziehungen mit den VSA und mit den Ideen vom Panslavismus.
1895, als er 31 Jahre alt ist, kommt Peter Danov nach Bulgarien zurück.
Danov lässt sich im Haus seiner Schwester Maria in Varna nieder und sagt die Position als methodistischer Pfarrer ab.
1896 schreibt und veröffentlicht er das Buch „Die Wissenschaft und die Erziehung”, in dem er die Wissenschaft und die Erziehung die zwei Stützen der neuen Kultur nennt.
1897 gründet Danov in Varna gemeinsam mit seinen Gleichgesinnten Die Gesellschaft für Aufheben des religiösen Geistes des bulgarischen Volkes, die in von ihm so genannten „Kette“ hinüberwächst, und später in die Gesellschaft der Weißen Bruderschaft.
Ab 1901 reist er 12 Jahre lang durch das Land, liest wissenschaftliche Vorträge und macht über 40 frenologische Ermessungen gemäß dem Schema von Dr. Gal und Dr. Spurseum. Er veröffentlicht 5 Aufsätze, in denen er das menschliche Gesicht als ein Spiegel, in dem sich die geistlichen erregungen widerspiegeln, und den Kopf im Zusammenhang mit der Entwicklung des gehirns und die Geistesfähigkeiten des Menschen. (3)
1912 arbeitet er an der Bibel im Dorf Arbanassi, in der Nähe von Veliko Tirnovo. Dort verfasst er das Buch „Das Erbe der bunten Strahlen der Licht“, das im selben Jahr, im September, veröffentlicht wurde. Die Studie verbindet Versen aus der Bibel mit Tugenden, Zuständen und mit der ihnen entsprechender Farbe. Ab 1914 liest er Vorlesungen in Sofia für das breite Publikum, und 1922 eröffnet er Die geistliche Schule Sofia, in der Siedlung Iygreva, die sich in ein Zentrum des geistlichen Lebens verwandelte. In dieser Schule liest er wöchentlich Vorträge vor zwei Klassen von Schülern.
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wächst die zahl seiner nachfolger schnell an, und in den 30-er Jahren des 20. Jahrhunderts erreicht sie schon 40000. Danov selbst duchsetzt sich als Person mit der größten Autorität und wird Der Lehrer oder Der Lehrer Bensa Duno genannt.
1922 macht Danov seine ersten Musikaufnahmen. Die Musik nimmt eine erstrangige Stellung in der Schule. Außer einem sehr guten Musiker, der Geige und Klavier spielt, ist er auch Komponist, der 150 originelle musikalische Werke mit geistlichen, Volks- und Tanzelementen nach sich lässt (3).
In der Periode von 1927 bis 1942 gründet Danov die Paneurhythmie – ein System, das aus Übungen besteht, wobei jede Übung in sich Bewegung und Lied verbindet. Die Paneurhythmie widerspiegelt die prioritäten für ihn Themen: einerseits die Gesundheit (in seinem Zusammenhang mit der Natur, Musik, physischen Übungen und positiven Gedanken und Gefühlen), andererseits die Ausbildung und Selbsterziehung.
Nach seinem Tod am 27. Dezember 1944 verfolgt die kommunistische Regierung (1944 an die Macht gekommen) seine Nachfolger und verbrennt seine Bücher. Trotzdem ist sein Werk mit einigen kleinen Verlusten erhalten worden – ca. 4000 Vorträge und Vorlesungen in über 300 Büchern.

Literatur:
(1) Peter Danov – „Das kluge Herz“. Verfasser: D. Kalev. Redakteure: Iv. Granitski, P. Antschev, Sachari-Stoyanov-Verlag 2003. (Der Sachari-Stoyanov-Verlag bietet eine spezielle Bücherreihe der hohen bulgarischen Klassik. Jeder Band ist von Artikeln, die aus verschiedenen Standpünkten das Werk der bulgarischen Klassiker analysieren. Die Ausgabe ist sowie zu Schülern und Studenten gerichtet als auch zu der ganzen bulgarischen Gesellschaft. Die Bücherreihe „Bulgarische Klassik“ wird mit freundlicher Hilfe von dem Ministerizum der Ausbildung und der Wissenschaft und des Staatskulturpalasts herausgegeben).
(2) Atanas Slavov – „Der Weg und die Zeit: weltlicher Lebenslauf von Peter Danov“, Band 1. Verlag Nachaloto, 1998.
(3) Dr. Iliya Stragev – „Leben und Tätigkeit des Lehrers Peter Konstantinov Danov (Bensa Duno), Sofia, 1997.
(4) Peter K. Danov – „Die Wissenschaft und die Erziehung“, Konstantin-Nikolov-Verlag, Varna 1896.


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